XVII. Internationales Hundesymposium

vom 16. – 18. November 2018 in Bernau im Chiemgau

Liebe Hundefreunde,

in diesem Jahr veranstalten wir zum 17. Mal das Internationale Hundesymposium, zu dem wir Sie herzlich einladen. Zahlreiche Experten aus dem In- und Ausland tragen wieder interessante Themen rund um den Hund vor und wir haben uns wie immer bemüht, ein spannendes und abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen, das für jeden interessant ist, der mit Hunden lebt und/ oder arbeitet

Impfungen sind die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Infektionskrankheiten, doch sie können auch Nebenwirkungen haben. Entscheidend ist daher das richtige Maß! Prof. Dr. Katrin Hartmann, Deutschland erläutert uns in verständlicher Weise, welche und wie viele Impfungen heutzutage wirklich sinnvoll und notwendig sind.

Mantrailing gilt als besonders „artgerechte Beschäftigung“. Fraglich ist, für welche Gattung – die Gattung Hund oder die Gattung Mensch? Nach intensiven Jahren in der Hundeausbildung, insbesondere dem Mantrailing und nunmehr zwei Jahren Zivilisationsabstinenz mit vier Hunden ergeben sich für Robert Boulanger und Elisabeth Lexer, Österreich neue Einsichten und Ansichten zum Thema Beschäftigung mit dem Hund. Welche, erläutern sie in ihrem Vortrag.

Dank gezielter Zuchtauslese werden bei Hunden seit vielen Generationen besondere Verhaltensausprägungen selektiert, um die Nutzung der Tiere in spezialisierten Aufgabenbereichen zu optimieren. Diese Verhaltensausprägungen wirken sich neben der Optik auch auf das Sozialverhalten der Hunde aus. Verschiedene Rassetypen bringen besondere Fähigkeiten und Eigenschaften mit, die das Zusammenspiel mit anderen Rassen erschweren oder sogar unmöglich machen. Werden sie ihrer Anlage entsprechend abgeholt und gefördert, können diese Hunde aber auch über ihre Veranlagung hinauswachsen und flexibel angepasstes Sozialverhalten erlernen. Katrin Schuster, Schweiz spricht über Rassismus bei Hunden.

Überdrehte, unruhige Junghunde treten immer häufiger auf und stellen eine Herausforderung für Halter und Hundetrainer dar. Der Grund dafür ist oft, wie auch bei Kindern, ein sog. Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom, das auf verschiedenen Ursachen beruhen kann. Die Homöopathie kann diese Schwächen ausgleichen und so zur Linderung von ADHS beitragen – der Hund wird aufmerksamer, kann sich besser konzentrieren und wird ruhiger! Anhand einiger Praxisfälle stellt Birgit Mosenheuer, Deutschland weitere Ursachen von Hyperaktivität und Überdrehtheit bei Hunden vor und gibt Einblicke in die homöopathische Arbeitsweise.

Medical Training ist vor allem in Amerika bereits seit vielen Jahren fixer Bestandteil des Trainings von Zootieren. Primaten lassen sich freiwillig und ohne Zwang Blut abnehmen, Tiger freuen sich auf das tägliche Zähneputzen und Elefanten genießen ihre Pediküre. In diesem Vortrag erklärt uns Anna Oblasser-Mirtl, Österreich wie für unsere Tiere die tägliche Körperpflege zum Wellness und Tierarztbesuche zum stressfreien Vergnügen werden können.

Das Jagdverhalten gehört genauso zur Persönlichkeit jeden Hundes wie seine Art sich zu freuen, seine Art zu spielen oder seine Art zu kommunizieren. Aber gerade das Jagdverhalten löst bei vielen Menschen oft Hilflosigkeit, Unverständnis oder das Gefühl des Versagens aus. „Warum eigentlich?“, fragt sich Ulli Reichmann, Österreich und beschreibt weitab von Unterdrücken, Abgewöhnen oder erzwungenem Gehorsam einen sehr persönlichen Weg, wie man die Jagdleidenschaft seines Hundes nicht nur lieben lernen, sondern auch als Chance auf echte Freundschaft zwischen Mensch und Hund nutzen kann.

Wenn sich in einer Familie mit Hund ein Baby ankündigt, dann braucht es Einiges an Vorbereitung: Checklisten für sinnvolle Vorbereitungsmaßnahmen während der Schwangerschaft und ebenso vor der Krabbelphase des Babys, alltagstaugliche Lösungen für gängige Schwierigkeiten und Tipps für häufige Problempunkte zwischen Hund und Baby bzw. Krabbelkind, tier- und babyfreundliche Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit und Anregungen, wie der Hund vorbereitet werden kann, damit die neue Situation in der Familie mit Kind und Hund möglichst reibungslos gelingt. All das und noch viele weitere Ratschläge gibt uns Nerina Aupperle, Deutschland.

So mancher Halter ist verzweifelt darüber, dass sein Hund alles in sich hineinfrisst, was er nur finden kann: Steine, Zigarettenstummel, alte Frittentüten, Tempotaschentücher, Pferdeäpfel usw. Abgesehen davon, dass es viele Menschen eklig finden, kann dieses Verhalten auch zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen beim Hund führen. Nur wenn die Ursachen für dieses Verhalten herausgefunden wurden, kann es nachhaltig gestoppt werden. In ihrem Vortrag erklärt Clarissa v. Reinhardt, Deutschland die Ursachen und stellt ein Trainingsprogramm vor, mit dem es gestoppt werden kann. Damit kann auch die Gefahr gebannt werden, dass ein Hund Giftköder aufnimmt.

Wölfe sind in besonderer Weise ausdauernde Läufer, sei es um das riesige Revier zu markieren, sei es um zu große Beute tot zu laufen. Wieviel Wolf steckt nun in den Hunden? Mit der weltweit bisher größten Studie zur Fortbewegung von Hunden wurde der Frage nachgegangen, wie sich die Zuchtwahl auf das Gangwerk der verschiedenen Hunderassen auswirkte, vor allem wenn man bedenkt, dass beispielsweise ein vierzigfacher Unterschied im Gewicht zwischen Chihuahua oder Teckel und Dogge besteht. Oder bewegen sich die Hunde ungeachtet der Rasse doch weitgehend gleich fort? Prof. Dr. Martin S. Fischer, Deutschland wird in seinem Vortrag die wichtigsten Grundlagen der Fortbewegung von Hunden darlegen. Durch eine einzigartige Bildsprache und Hochgeschwindigkeitsvideos, Hochgeschwindigkeits-Röntgenfilme und vor allem 3D – Animationen wird die Tür zu einem neuen Verständnis der Bewegung unserer Hunde geöffnet.

Hunde, die die Rolle des Helfers für hilfebedürftige Personen übernehmen sollen, bedürfen einer speziellen Ausbildung. Es geht nicht nur darum, dass Assistenzhunde zuverlässig die Aufgaben erfüllen, denen sie zugedacht wurden, das Ziel ist, zwischen Assistenzhunden und ihren Haltern auch jene Art von Beziehung entstehen zu lassen, die von allen Beteiligten als besonders und einzigartig betrachtet wird.
Andreas Fuchshuber, Österreich gibt einen Überblick über die Voraussetzungen zur Ausbildung, Gesundheit und zu ethischen Aspekten in der Arbeit mit Assistenzhunden. Um Assistenzhunde-Teams fachkundig und einfühlsam begleiten, beraten und anleiten zu können, benötigt auch der Trainer zusätzliche Voraussetzungen, Erfahrungen und besondere didaktische Fähigkeiten.

Freitag, den 16. November 2018
12.00 UhrBegrüßung und Eröffnung des XVII. Internationalen Hundesymposiums
12.15 – 13.45 UhrBirgit Mosenheuer: „Hyperaktive Welpen & Junghunde – homöopathische
Kurze Pause
14.150 – 15.45 UhrProf. Dr. Katrin Hartmann: „Impfen – ja, aber richtig!“
Kurze Pause
16.15 – 17.45 UhrClarissa v. Reinhardt: „All you can eat?! und Anti-Giftködertraining“
Samstag, den 17. November 2018
9.00 – 10.30 Uhr Ulli Reichmann: „Wege zur Freundschaft ... eine Liebeserklärung an jagende Hunde
Kurze Pause
11.00 – 12.30 UhrNerina Aupperle: „Wenn sich ein Baby ankündigt – wie wird der Hund am besten auf die neue Situation vorbereitet?“
Mittagspause
14.00 – 15.30 UhrRobert Boulanger & Elisabeth Lexer: „Die hohe Kunst des Nichtstuns – Mantrailing auf dem Prüfstand“
16.00 – 17.30 UhrProf. Dr. Martin S. Fischer: „Hunde in Bewegung“
Sonntag, den 18. November 2018
9.00 – 10.30 Uhr Anna Oblasser-Mirtl: „Medical Training – Körperpflege und Tierarztbesuche vertrauensvoll meistern“
Kurze Pause
11.00 – 12.30 UhrKatrin Schuster: „Rassismus unter Hunden”
12.30 – 14.00 Uhr Mittagspause
14.00 – 15.30 UhrAndreas Fuchshuber: „Coaching auf dem Weg zum Assistenzhund“
gegen 16.00 UhrEnde des Symposiums

Wenn Sie am Symposium teilnehmen möchten, können Sie dieses direkt online buchen . Nach Eingang erhalten Sie umgehend eine Buchungsbestätigung und eine Wegbeschreibung zum Gasthof Kampenwand in Bernau. Wir würden uns freuen, Sie im November bei diesem spannenden Programm dabei zu haben!

Mit hunde-freundlichen Grüßen
Clarissa v. Reinhardt + Team

Wichtig: Wir erwarten eine hohe Anzahl von Besuchern und möchten Sie deshalb dringend bitten (gerade im Sinne Ihres Hundes/ Ihrer Hunde!), diese wenn irgend möglich zu Hause zu lassen. Auf Grund des zwangsläufig beschränkten Platzangebots ist das Mitbringen eines Hundes zwar in Ausnahmefällen möglich, bedarf aus organisatorischen Gründen aber der Absprache mit uns.

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